Winzerin EFZ/Winzer EFZ

Die Berufsbildung Winzer wird am Berufsbildungszentrum Wädenswil (www.bzw.ch) angeboten. Seit 2009 gilt nun die neue Verordnung für das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe.

Im Artikel "Berufslehre Winzer und Weintechnologen: Was ist anders?" finden Sie die Informationen über die Umsetzung in der Deutschschweiz.

Detaillierte Informationen über Lehrbetriebe, Verträge für Winzer und Weintechnologen finden Sie auf www.weinbranche.ch /Ausbildung.

Informationen über das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe sind auf www.agri-job.ch einzusehen.


Berufsbild Winzer

Aufgabe der WinzerInnen ist die Pflege der Reben über das ganze Jahr sowie die Weinbereitung und Weinpflege bis zum Abfüllen der Weine in Flaschen und deren Vermarktung. Dieser vielfältige Beruf verlangt daher ein umfassendes Fachwissen.

Der Reigen der rebbaulichen Arbeiten beginnt im Februar-März mit dem Rebschnitt als erste Massnahme zur Regulierung des Ertrages. Darauf folgt das Entfernen des Rebholzes und das Binden des Tragholzes an Stickel oder Draht. In den ersten wärmeren Tagen fangen die Knospen an zu schwellen.

Vom Frühjahr weg reisst der Faden der rebbaulichen Tätigkeit nicht mehr ab. Düngung: Im festgelegten Turnus mit Stallmist, Kompost oder Handelsdünger, Aussaat von geeigneten Pflanzen zur Gründüngung, die das Abschwemmen der Erde bei Gewittern verhindert und den Boden verbessert. Die meisten Rebberge werden heute begrünt. Regelmässiges Mulchen verhindert zu hohe Gras- und Unkrautbestände.

Mai, Juni und Juli sind die anstrengendsten Monate des Weinjahres. Sonne und Feuchtigkeit lassen die Rebe rasch wachsen. Erlesen, Heften, Einschaufeln, Entfernen von Nebentrieben im Traubenbereich, Obenabnehmen und andere Laubarbeiten drängen sich auf. Es ist auch Zeit für den Sommerpflanzenschutz gegen Pilzkrankheiten und Schädlinge. Spritz- und Sprühgeräte gestatten ein rasches und erfolgreiches Vorgehen. Bei diesen Massnahmen kommt der Beobachtung grosse Bedeutung zu - es soll nur dann gespritzt werden, wenn Zuwarten Schäden zur Folge hätte. Heute hat sich die integrierte Produktion (naturnaher Weinbau) durchgesetzt.

Sonne, Regen, Wind, Hitze und Kälte bestimmen seit jeher den Alltag der WinzerInnen. Mit der termin- und fachgerechten Pflege der Reben ist nicht alles erreicht. Das Wetter kann oft übel mitspielen: Heftige Gewitter mit Hagel können die Ernte schmälern oder gar vernichten.

Die Weinlese ist unbestritten der Höhepunkt des Rebjahres. Nach guter Herbstwitterung wird sie zum reinen Vergnügen. Die reifen, gesunden Trauben verlocken zum Abschneiden. Anders nach Regenperioden. Dann müssen die faulen von den gesunden Beeren getrennt werden.

Der Abschluss der Jahresarbeiten liegt bei vielen Berufsleuten in der Bereitung eigener Weine und Traubensäfte. Die fachgerechte Kelterung und die Pflege der Weine gehören auch zur Ausbildung der WinzerInnen. Mit Gefühl versuchen sie, die Weine so zu beeinflussen, dass sie der eigenen Produktionsphilosophie entsprechen und mit Stolz den KundInnen vorgestellt werden können.